ATP Paris: Miedler/Oberleitner weiterhin in Davis-Cup-Form
In drei Wochen fordert das KURIER Austria Davis Cup Team im Davis-Cup-Viertelfinale in Bologna Spanien. Vor diesem mit Spannung erwarteten Duell mit den Vorjahresfinalisten präsentiert sich das rot-weiß-rote Spitzendoppel derweil weiter in Hochform. Nach dem historischen ATP-Masters-1000-Coup in Shanghai (als erstes rein österreichisches Duo), dem Finaleinzug beim ATP-250-Event in Almaty und dem Heimerfolg bei den Erste Bank Open in Wien (ATP 500) haben Lucas Miedler und Neil Oberleitner auch beim Rolex Paris Masters das Viertelfinale erreicht. Der Niederösterreicher (ATP-Doppelrang 20) und der Wiener (ATP-Doppel 19) besiegten beim ATP-Masters-1000-Hartplatz-Hallenturnier zum Start am Mittwoch am Nachmittag die einheimischen Alternates Arthur Reymond (ATP-Doppel 69) und Luca Sánchez (ATP-Doppel 71) mit 5:7, 6:2 und 10:3 im Match Tiebreak. Donnerstag zu Mittag ließen sie im Achtelfinale ein 6:3, 7:6 (5) gegen die achtgesetzten Brasilianer Orlando Luz (ATP-Doppel 18) und Rafael Matos (ATP-Doppel 17) nachfolgen. Am Freitagnachmittag, im zweiten Match nach 14:00 Uhr, spielen die beiden hiermit bei ihrer zweiten gemeinsamen Teilnahme auf dieser Ebene um ihr zweites Semifinale. Ihre Gegner sind Oberleitners Ex-Doppelpartner Petr Nouza aus Tschechien (ATP-Doppel 41) und der Neuseeländer Michael Venus (ATP-Doppel 102), die frühere Nummer sechs der Doppelweltrangliste.
Kuriosum schon vor dem 1. Match
Bereits vor dem ersten Aufschlag erlebten Miedler/Oberleitner in Paris ein Kuriosum. Die beiden hätten zum Start gegen den neuen Einzelweltranglistenersten Alexander Zverev (Deutschland) und den Ex-Doppelweltranglistenersten Marcelo Melo (Brasilien) antreten sollen. Doch diese sagten ebenso kurzfristig ab wie der Niederländer Sander Arends mit dem Belgier Zizou Bergs, und so trafen Miedler/Oberleitner mit Reymond/Sánchez quasi auf die Alternates der Alternates. Nach einem Satzrückstand meisterten sie diese Hürde letztlich souverän – und eliminierten anschließend auch Luz/Matos, die heuer schon vier ATP-Turniere für sich entschieden hatten, darunter gar die beiden Masters-1000-Events von Montreal und Cincinnati. „Wir sind sehr happy mit dem Sieg heute“, teilte Oberleitner mit. „Wir haben unsere Chancen sogleich genützt im ersten Satz und konnten gleich das Break machen (bei 3:2; Anmerkung). Dann war es relativ schwierig, bei denen im zweiten Satz in die Servicegames reinzukommen, weil sie ein gutes Percentage hatten. Wir sind sehr happy, dass wir dann gottseidank am Ende noch das Tiebreak drehen konnten und ‚Luci’ mit einem guten Return das Match beendet hat.“ Miedler ergänzte: „Es war bei den Servicegames bei allen wenig zu holen“ – besonders im zweiten Satz „war eigentlich gar nichts zu holen. Wir waren dann 0:3 mit Minidoppelbreak hinten, das war kurz ein bisserl ein Schock. Wir sind aber gut drangeblieben, ruhig geblieben in der Situation, haben das Tiebreak noch gut umgedreht und sind einfach happy mit dem Sieg und dass wir morgen weiterspielen können.“