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Podiumsdiskussion - Viele Meinungen

und einige gute Ansätze, die es gilt nun umzusetzen

Die zweite Podiumsdiskussion zur Zukunft des Österreichischen Tennissports fand am 10. Mai 2016 im Rahmen der 37. International Spring Bowl statt. Zahlreiche Tennisbegeisterte, Spielereltern, Trainer und Funktionäre fanden sich auf der Anlage des BMTC Brühl Mödlinger Tennisclubs ein, um den Experten Alex Antonitsch, Wolfgang Thiem, Robert Groß und Barbara Schwartz zu lauschen. Die Veranstaltung wurde auch via Facebook-Live-Stream übertragen.

Mädchen-Förderung individuell
Einigkeit herrschte bei den Diskutanten darüber, dass speziell im Mädchen-Nachwuchs mehr getan werden muss. Barbara Schwartz machte sich dafür gleich in ihrem Eröffnungsplädoyer stark: "Damentennis ist weit hintangestanden in den letzten Jahren." Die Mädchen sollen vermehrt individuell gefördert werden und zu gemeinsamen Trainings ins Leistungszentrum in Linz kommen.

Burschen sollen ab 14 wieder in die Südstadt
Bei den Burschen wünschen sich Wolfgang Thiem und Alex Antonitsch, anders als bei den Mädchen, ein zentralisiertes System. "Für uns war es eine Ehre, in die Südstadt zu kommen", erinnert sich der Ex-Daviscup-Spieler Antonitsch. Der Verband solle ein einheitliches System für die Landesverbände vorgeben. Mit 14 sollen die Besten dann in die Südstadt kommen. "Das ist für mich der einzige Weg", meint Thiem.

Trainer werden nicht entlohnt
Antonitsch analysierte, dass die Trainer für ein solches System jedoch keine Anreize hätten. Denn anders als im Fußball, wo Vereine für ausgebildete Spieler Geld bekommen, verliert ein Trainer seine Einnahmen, wenn er Spieler abgibt. Auch gäbe es für Trainer keine Anreize, möglichst viele Turnierspieler hervorzubringen.

Mehr Geld für die Jüngsten
Antonitsch wünscht sich mehr Geld für die Acht- bis Zehnjährigen. Dort soll durch mehr Masse, auch mehr Klasse herauskommen. Thiem: "Wir brauchen viele Kinder unten, damit man die Chance hat, dass oben gute rauskommen." Groß sieht es als Aufgabe des Verbandes, die Rahmenbedingungen herzustellen, "aber zu den Turnieren müssen die Spieler selber kommen." Thiem und Antonitsch würden sich ein größeres, aber durchschaubareres Turnierangebot wünschen und Trainer belohnen, die mehr Jugendliche zu Turnieren bringen.

Die gesamte Diskussion ansehen: Video auf Facebook. Eine ausführliche Zusammenfassung in Textform finden Sie auf unserer Website.

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