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Kids & Jugend

NÖTV-Training und Mental-Blog 13

… es wird fleißig gearbeitet ...

Liebe Spieler/innen, liebe Eltern, liebe Trainer/innen, liebe Tennisfreunde, liebe Alle,

 

wir starten in eine neue Trainingswoche… und ich kann in den Gesichtern unserer Spieler erkennen, wie sehr sie sich freuen, wieder trainieren zu dürfen… wieder draufhauen zu dürfen.

Es begeistert mich, diese geballte Motivation und Freude am Platz täglich live miterleben zu dürfen!

Zusätzlich zur Trainingsmotivation hat der ÖTV die ersten nationalen Jugendturniere geplant, für unsere Topspieler ATP/WTA/ITF gibt es eine eigene Turnierserie… und auch bei unseren Top-Nachwuchsspielern im Erwachsenenbereich wird fleißig an weiteren Konzepten gearbeitet.

Betreffend Lehrgängen und möglichen Turnierbetreuungen müssen wir noch ein bisschen Geduld haben, sind aber auch da bereits in Planungen, wie wir was umsetzen können.

Wir wünschen euch einen guten Start in die neue Woche… anbei ein Bild unseres NÖTV-Kids Projektes in Kooperation mit der Tennisakademie Bresnik, Standort St. Pölten (Matteo Kamauf, Sam Rihacek, Dorian Eckl diesmal dabei und Trainer Stefan Hirn, alle mit Abstand!).

Zum weiteren mentalen Vertiefen ein neuer Blog von Hermann (vielen Dank wieder einmal an dieser Stelle!)!

Auf geht’s und gesund bleiben,

Euer NÖTV-Team

 

Die innere Box (Hermann Tatschl)

„Die Emotionen haben uns sehr gefehlt! Wir brauchen das Publikum, um uns richtig pushen zu können. Das waren die Fazits von Profis der deutschen Fußball-Bundesliga, die sie nach den ersten Erfahrungen mit sogenannten „Geisterspielen“ zogen.

Vor allem in Teamsportarten sind Zuschauer, ein enormer emotionaler Faktor, in positiver, wie auch in negativer Hinsicht! Erfolgserlebnisse erlebt man mit Publikum noch viel eindrücklicher und intensiver. Umgekehrt können Fehler und Niederlagen vor Publikum zu einem emotionalen Spießrutenlauf werden.

Sogar erfahrene Tennisprofis nützen den „Push“ von den Rängen auf ihre Weise. Novak Djokovic löste sein Defizit an positiven Emotionen im Wimbledonfinale 2019 im Spiel gegen Roger Federer, den Leader in der Gunst der Tennisfans, auf seine Weise: Er deutete die „Roger, Roger – Sprechchöre“ mental in „Nole-Nole-Rufe“ um. Letztendlich trug dieser mentale Kunstgriff emotional vielleicht einiges zum knappen Erfolg des Serben bei. Doch die Anfeuerungen der Tennisfans halfen auch dem Schweizer über schwierige Szenarien hinweg, besonders nach seinen vergebenen Matchbällen.

Junge Tennisprofis spielen in den frühen Phasen ihrer Karriere kaum vor großem Publikum. Selbst die „Anfeuerungen“ der wenigen Zuschauer sind manchmal kaum dazu geeignet, für positive Stimmung zu sorgen. Mancher Jungprofi wünscht sich wohl gelegentlich, seine „Box“ würde sich „anders“ verhalten.

Interessanterweise verzichten viele Athletinnen und Athleten auf ein mentales Instrument, das sie ganz allein steuern können: Ihre „innere Box“! Sogar erfolgreiche Profis gestehen nach unzähligen bitteren Erfahrungen, sie seien oft selbst ihr „größter Gegner“ gewesen - bis – ja bis sie endlich erkannt hätten, welches Potential sie in sich tragen, mit dem sie sich oft unbeabsichtigt selbst sabotiert hatten! Klug geworden aus dieser Erfahrung beginnen sie, ihre „innere Box“ auf Profiwettkampf-Level zu trainieren!

Und wie sprichst DU mit DIR selbst? Verhält sich Deine innere Stimme eher wie ein Heimpublikum, oder sind Deine Spiele unter ihrer kräftigen Mitwirkung eher Auswärtsspiele? Steht Deine „innere Box“ in Matches voll hinter Dir oder unterstützt sie ungewollt eher Deine Gegnerin/Deinen Gegner? Sorgst du selbst für die positiven Emotionen, die Du für starke Leistungen dringend brauchst, oder hast Du für Dich selbst eher schwere Kost in Form von Selbstbeschimpfungen oder überzogener Selbstkritik übrig? Behandelst Du Dich im inneren Dialog so, wie wenn Du als Coach/in in der Box Deiner besten Freundin oder deines besten Freundes säßest? Sprichst Du fair und sportlich mit Dir selbst?

Gerade nach einem Doppelfehler bei Breakball gegen Dich oder wenn Du eine scheinbar ganz einfache Smash-Auflage auf den Klub-Parkplatz gedonnert hast, statt ins gegnerische Feld, brauchst Du Deine „innere Box“! Ein mentales Programm für solche Fälle muss her, das Du in jedem Training geübt haben solltest! Ein „Macht nix, geht schon wieder“ bringt Dir jetzt ganz sicher nicht genug positive Emotionen zurück! Noch weniger hilft ein sarkastisches „Bravo“ über den Fehler hinweg! Ein Kopfschütteln ist auch keine adäquate „Anfeuerung“.

Was brauchst Du in diesen Momenten? Welche Worte, Gedanken, Gefühle helfen Dir über die Situation hinweg? Super, wenn Du Dir für so spezielle Momente auf dem Platz ein eigenes Verhaltensprogramm zurechtgelegt hast. Für positive wie auch für negativ empfundene Szenarien. Damit Deine innere Box immer optimal besetzt ist und Du das bekommst, was Du jetzt, gerade in diesem Augenblick brauchst! Ein Programm, das Dir dabei hilft, emotional gut gerüstet den nächsten Punkt in Angriff zu nehmen.
                   
Liebe Grüße, Hermann
office@sport-mental.at

 

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