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Kids & Jugend

NÖTV-Spieler und Trainer-Blog

… Liel und Vini, Caro und Daniela …

Liebe Spieler/innen, liebe Eltern, liebe Trainer,

heute gewähren uns unsere Kaderspieler Liel Rothensteiner und Vinzenz Wutzl sowie unsere Trainer Caroline Ilowska und Daniela Gschaider einen kleinen Einblick in ihren aktuellen Alltag!

Schönen Sonntag,

euer NÖTV-Team

Spieler-Blog Liel und Vini:

Liel:

Wir gehen laufen, Treppenlaufen + springen, Bergsprints und machen Coretraining gemacht.

Schule passt alles, bisschen viel zu tun, aber ich hab die 3 Wochen gut überstanden.

Sonst gehe ich Rad fahren, Ergometer und Stabi.

LG Liel

Vini:

In den letzten Wochen war ich sportlich gesehen sehr inaktiv, natürlich aufgrund des Tennisverbotes aber auch durch eine Verletzung, welche mir auch die meisten anderen physischen Aktivitäten nicht erlaubt, trotzdem versuche ich jeden Tag mich sportlich zu betätigen. Ich beschäftige mich zurzeit zudem mit der mentalen und taktischen Seite des Tennis und mit dem E-learning der Schule. Wie alle Tennisspieler kann ich es kaum erwarten wieder auf den Platz zu gehen. Bis dahin werde ich aber noch versuchen meine Fifakünste zu verbessern. Hoffentlich seid ihr alle gesund und viel Spaß dann beim Tennisspielen ab 1. Mai.
Lg Vinzenz

Trainer-Blog Caro und Daniela:

Caro:

Komische Zeiten. Vor einigen Wochen hat sicher noch der ein oder andere gesagt „wie gern würd ich heute den ganzen Tag zu Hause bleiben und nichts tun“ 

Jetzt wo wir das tun sollen bzw. sogar müssen, kommen viele nicht damit zurecht. Egal ob es im Alltag, Job oder eben Leistungssport ist, glaube ich tut es jedem mal gut abschalten zu müssen. Alles wird ruhiger, mal lernt sich selber besser kennen, hat mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben und man fängt an das wertzuschätzen, was wir sonst für normal empfinden. Rausgehen, spazieren ins Kino oder essen gehen oder sich mit Freunden treffen hat jetzt eine ganz andere Bedeutung. Und wenn wir dann auch wieder draußen am Platz stehen dürfen schauen wir glaube ich auch ganz anders auf den Sport und das Privileg das wir haben etwas, was andere als Hobby ansehen, unseren Beruf nennen zu dürfen. Ich kann’s kaum erwarten, das klopfen der Bälle vom Schläger weg wieder zu hören. 

Beschäftigt halte ich mich mit ganz vielen Büchern, Filmen/Serien und vor allem Musik. Könnte mir mein Leben ohne Musik gar nicht vorstellen. sportlich schau ich, dass ich zumindest 2-3mal die Woche ins Grüne komme, frische Luft atme. Hin und wieder mal auch ein Workout, gibt ja auf YouTube endlos viele Optionen. Und so viel geschlafen wie die letzten Wochen habe ich glaub ich noch nie.

Lg, Caro

Daniela:

Zu allererst muss ich ehrlicherweise eingestehen: auch ich habe die Auswirkungen dessen, was sich in China zusammengebraut hat, anfänglich unterschätzt.

Doch schon bald war klar, dass die Lage sehr ernst ist und auch ich habe bereits Stunden aus Sicherheitsgründen vor dem „lockdown“ abgesagt. Besonders die Ballschulkids von 3-8 Jahren lagen mir am Herzen, da es ja hier zu engerem Körperkontakt kommen kann.

Als Familie haben wir sehr von den Maßnahmen profitiert, da die Werte wie „Zeit füreinander und miteinander verbringen“ oder „gemeinsame Mahlzeiten“ aufgrund unser aller Geschäftigkeit in den letzten beiden Jahren sehr in den Hintergrund geraten sind. Als umtriebige Tennis Funktionärin und Trainerin war ich sehr viel unterwegs und auch mein Mann war und ist beruflich sehr eingespannt. Noch dazu bauen wir gerade ein Haus, was die gemeinsame Zeit auf einige Minuten (wenn überhaupt) pro Tag schrumpfen lässt.

Wir pendeln jetzt zwar nach wie vor zwischen Baustelle und unserem

Heim - haben daher keinen Lagerkoller - wissen nach wie vor nicht, was wir zuerst erledigen sollen. Aber das große Plus ist: wir machen all das gemeinsam, die Kids sind immer mit dabei und ich hab Zeit, für

alle zu kochen und meinem Mann auf der Baustelle zu helfen.

Was das Tennis angeht, hatte ich schon teilweise schlaflose Nächte: erstens geht es um die eigene Existenz, man spürt, dass man in Krisenzeiten keinen Job hat, der unbedingt gebraucht wird. Zweitens: was machen wir danach? Kommen alle Kunden wieder? Wie lange wird es dauern, bis wir wieder arbeiten und unsere Spieler weiterentwickeln können? Wie viele werden sich aufgrund Einkommenseinbußen noch den Luxus eines Tennistrainings leisten können?

Doch auch hier wurde ich eines Besseren belehrt: bereits am Tag der Verkündung, dass ab 1.Mai wieder Tennis gespielt werden darf, schickten mir mehrere Schüler eine Nachricht, dass es bald wieder losgeht und eine Mutter teilte mir sogar telefonisch mit, dass

sie schon in den Startlöchern für doppelt so viele Stunden wie bisher stünden. 

Zum Glück sind unsere Schüler schon sehr motiviert - wir werden also doch gebraucht. Ein schönes Gefühl.

Resümierend finde ich, dass dieses Virus sicher eine Tragödie für viele ist. Aber viele konnten sich auch wieder auf die wahren Werte besinnen, weg vom Wahnsinn des Hamsterrades kommen. Und das musste vielleicht auch mal sein.

In diesem Sinne: Stay calm and play tennis!

Lg, Daniela

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