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Kids & Jugend

NÖTV Spieler-, Eltern- und Trainer-Blog

Unsere Kaderspieler Benjamin Scharner und Leo Gutjahr, unser Trainer Wolfgang Mayer und Spielerpapa Miha Tavcar melden sich zu Wort...

... danke für eure Gedanken, und euren Einblick in euren aktuellen Alltag!

Bleibt gesund!!

Euer NÖTV-Team

NÖTV Spieler-, Eltern-, Trainerblog

Benji:
In dieser Zeit versuche ich mich vor allem bei der Beinarbeit zu verbessern, ich gehe laufen und mache Schnelligkeitsübungen. Sonst nehme ich an einem online Coaching von meinen Trainern Teil. Dort verbessere ich mich Mental. Schule ist viel zu tun aber habe ich fast geschafft.                 

Ich hoffe es geht dir gut.         

LG Benji
 

Leo:

Start ist um 9 Uhr mit Krafttraining, bzw. einer Gymnastik-Einheit (ca. 1 Stunde)! Perfekte Organisation vom Team rund um Better Tennis!

Danach Schule, je nach Aufgaben bis 12 oder 13 Uhr!

Dann Pause, um 15.30 geht’s dann weiter im Freien mit Schwellenläufen bzw. 60‘ Laufen oder Radfahren! (Manchmal ist auch meine Schwester und tierische Unterstützung dabei) + am Abend Kleinfeldmatch gegen meinen Vater!

Zum Entspannen sind wir viel im Freien!!

Euch Allen alles Gute und G’sund bleiben!

Wolfgang:

Allzu lange müssen wir ja jetzt nicht mehr durchhalten…und trotzdem sind es noch fast zwei Wochen!! …aber zum Glück ist einmal „Land in Sicht“!

Zumindest darf ich den Platz schon mal betreten, zwar nur mit Schaufel statt mit dem Tennisschläger, aber zumindest hab ich schon mal Sand unter den Schuhen J!

Ich bin also gerade dabei unsere Courts herzurrichten, hoffen wir nur, dass das Wetter dann Anfang Mai auch mitspielt, weil in die Halle auszuweichen geht ja nach derzeitigem Stand noch nicht!

Fad ist mir in den letzten Wochen noch nicht geworden…ich poste jeden Tag auf Instagram und Facebook eine Fitnessübung, wer noch nicht vorbeigeschaut hat … hier geht’s zum LZNK-Heimtraining:

https://www.instagram.com/lznk_tennis/?hl=de  … siehe Storyhighlights „Hometraining“, dort findet ihr auch das eine oder andere Quiz („Quiztime“) und unter „Best points“ gibt’s die Highlights der letzten Turniere im LZNK!

Ebendort findet ihr auch ein paar andere coole Videos meiner Coaches Jakob Mayer und Flo Posch!

Das Heimtraining gibt’s auch auf Facebook (https://m.facebook.com/LZNKTennis/) täglich als Story.

Nachdem wir einen großen Garten haben gibt’s dort auch jede Menge zu tun und es bleibt auch etwas mehr Zeit, mich meiner zweiten großen Leidenschaft (neben dem Tennis) der (Natur-)Fotografie zu widmen (siehe dazu wenn’s wen interessiert:

www.whmfoto.at bzw https://www.instagram.com/whmfotos/?hl=de

Für die nächsten Tage sollten wir nochmal versuchen, die richtige „Train/Relax-Balance“ zu finden (siehe Foto J) bevor’s dann wieder los geht…

Fit bleiben-g’sund bleiben-we’ll be back soon…

Wolfgang

Miha:

Die Tennisliebe in den Zeiten der Corona (Ein Dramolett in zwei Akten*)

Dramatis personae:

Lola Tavčar

Leo Tavčar

Tennismama Andrea Tavčar

Tennisvatertrainer Miha Tavčar alias „Oč“

Covid-19 hat den Trainingsalltag der Tavčars gehörig durcheinandergewirbelt. Sie sitzen seit Wochen in Quarantäne; die Nerven liegen blank.

Erster Akt

03:00 Uhr früh

Miha „Oč“ Tavčar wird unsanft aus dem Schlaf gerissen. Er hatte einen Albtraum: Babsis Trainingstagebuch. Babsi wartet seit Wochen darauf. Man muß wissen: Babsi ist Bombe, aber Geduld ist ihre Sache nicht. Daß Lola sie so lange auf das ersehnte Schriftstück warten läßt, ist eine unangenehme Angelegenheit. Oč überlegt, selbst einen Eintrag fürs Lolas Tagebuch zu verfassen, aber was schreiben? Wer schon einmal ein Fahrtenbuch für das Finanzamt rekonstruiert hat, weiß, wie das ist: Da müssen nie gefahrene Kilometer erdichtet werden. Ähnlich verhält es sich bei Lolas Trainingstagebuch: Wo war ihre Leistung? Seit Wochen liest sie tennisfremde, vergeistigte, schädliche Romane und lustwandelt tatenlos durch den Tag. Bei Leo dasselbe Spiel: Er stopft von früh bis spät Klumpert in seinen gelangweilten Körper und läßt sich um jeden Handgriff zweimal bitten. Beide haben sie Speckringe angesetzt; in ihren Zimmern riecht es wie am Karpfenteich; wo einst mühsam erspielte Hornhaut war, ist jetzt verweichlichte Zivilisten-Babyhaut. Und das Schlimmste: Allmählich scheinen sie am tennisfreien Leben Gefallen zu finden! So kann es nicht weitergehen …

Um 6 Uhr früh ist Oč mit seiner Geduld am Ende. Er stürmt in Lolas und Leos Zimmer, reißt die Vorhänge auf und hält eine Motivationsansprache, die sich gewaschen hat:

Oč: Sodawasser, ihr narkoleptischen Pappkameraden! Jetzt werden andere Saiten aufgezogen. Ihr stopft seit Wochen Chips und Zigeunerräder in eure schlaffen Kadaver. Während sich Sportler um Schutzmasken zum Rausgehen reißen, reißen bei euch nur die Thrombosestrümpfe. Ab sofort wird das Trainingstagebuch mit Inhalten gefüllt! Ihr solltet euch schämen. Wenn Babsi euch sehen könnte …

Lola (im Halbschlaf): Mann, Očman, nerv uns nicht! Babsi schläft selber noch.

Oč: Babsi schläft nicht, das weiß jeder. Babsi schläft nie.

Leo (schwächlich): Hunger, Hunger … ich brauch meine Froot Loops.

Oč: Nix da, zuerst die Leistung, dann das Essen. Raus aus den Federn, ihr wundgelegenen Grottenmolche!

Lola: Mann, Očman, schreib Babsi doch einfach, daß wir rund um die Uhr trainieren wie blöd und auch einmal relaxen müssen.

Oč: Wenn ich sowas schon hör, krieg ich Ohrenkrebs. Babsi ist kein Einzeller wie ihr, die riecht den Schwindel bis in die Hinterbrühl. Also, gemma, Boot Camp!

Bei suboptimaler Stimmungslage schlüpft das dynamische Trio in Trainingsanzug und Laufschuhe und läßt hinter sich die Haustür zufallen. Mama Andrea, die dieses unschöne Schauspiel jeden Tag aufs Neue ertragen muß, faltet die Hände zusammen, richtet den Blick gen Himmel und stammelt: „Lieber Herr im Himmel, bitte mach, daß bald Mai ist!“

Zweiter Akt

Tags darauf, 02:30 Uhr früh

Oč wacht schweißgebadet auf. Er hatte im Traum eine Erleuchtung: Das Gehirn – da steckt das ganze Potenzial! Schlagtechnik schön und gut, Beinarbeit nona, Spieltaktik eh klar … aber Matches werden im Kopf gewonnen! Das gehört sofort mit Mental-Hermann besprochen, der weiß sicher Rat. Oč fährt den Computer hoch und tippt los:

„Lieber Hermann, danke für deine Gedanken zur Propriozeption! Wir müssen uns dringend über die Basalganglien unterhalten. Ich arbeite nämlich an Trainingsmethoden für das Pallidum, das Bewegungsimpulse aktiviert. Welche Erfahrungswerte hast du in diesem Bereich? Außerdem will ich Feldversuche mit musikalischen Reizen machen, um bei den Kindern die rechte Gehirnhälfte zu stimulieren, die ja viele Funktionen der linken Körperseite steuert. Bei Lola scheint mir die rechte Hemisphäre dominant zu sein. Dafür sprechen ihre Perzeption im rechten Sichtfeld, ihre laterale Dominanz und ihr Habitus in kreativ fordernden Wettkampfsituationen. Idee: Ich lasse sie von jetzt an nur noch mit der linken Hand zähneputzen, was hältst du davon? …“

Gegen 05:30 Uhr macht es „Bing!“ im Posteingang. Nachricht von Babsi: Bis zu ihrer nächsten Tagesorder sind 7.000 neue Bewegungskompetenz-Übungen einzustudieren; dazu kommen ein Stabi-Programm von Manuel Komar, ein Springschnur-Zirkel von Wolfgang Mayer und Corona-Fitnessübungen von den Tennisverbänden der Schweiz, Großbritanniens, Deutschlands, Kambodschas, der Mongolei und der Republik Burundi. Das sollte für 24 Stunden genügen. Sie selbst gedenkt jetzt ihren Morgenspaziergang mit Leo Schwartz zu machen, schreibt sie. Bis sie zurück ist, erwartet sie von Oč ein paar konstruktive Vorschläge zur Organisation des Gruppentrainings nach Covid-19. Außerdem möge er einen Corona-Blog verfassen, aber das eilt nicht; das reicht bis Mittag. In diesen schweren Zeiten gebe es schließlich auch andere wichtige Dinge zu tun …  

* Handlung und handelnde Personen sind frei erfunden. Zum Teil.

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