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Inside NÖTV – beim Wort genommen

Eine Interview-Serie von Fritz Hutter über Missionen und Visionen der LeistungsträgerInnen im NÖTV. Den ersten Aufschlag serviert Christoph Henneis ( Kreisobmann Nordwest)

Interview:  5-Satz-Partie mit Christoph Henneis

Im Brotberuf fürs Sponsoring in Niederösterreichs Spitzensport zuständig, wirkt der Gedersdorfer Landesliga-Crack (42) schon viele Jahre fürs Amateur- und Nachwuchstennis im Kreis Nord-West. Seit 2016 auch als Kreisobmann.

 

1. Was hat Sie bewogen, bereits in verhältnismäßig jungen Jahren das Amt des Kreisobmannes zu übernehmen?

Ich habe mich mit 6 dem Tennissport verschrieben und sportlich relativ früh zu den kleinen Aushängeschildern des Kreises gezählt. Als solches durfte ich in ganz Niederösterreich und auch bundesweit zu Turnieren reisen. Aber daneben hat mich schon früh sehr die Weiterentwicklung unserer Sportart interessiert. Bereits mit 16 habe ich in meinem Heimat-Klub, dem UTC Gedersdorf, gratis Kinderkurse gegeben. Noch in sehr jungen Jahren durfte ich dann auch überregional, als Kreisjugendwart, Akzente setzen. Und als dann mein Vorgänger als Kreisobmann, Thomas Ledermüller, nach intensiven Jahren wieder etwas kürzer treten wollte, habe ich im Sinne eines möglichst reibungslosen Überganges im Herbst 2016 übernommen. Mein Ziel war damals das gleiche wie heute: Möglichst alle Vereine im Kreis zu unterstützen! Und das unabhängig von deren Mitgliederstand, Platzanzahl und Spielstärke.

 

2. Was ist die größte Challenge an diesem Ehrenamt?

Sicher die reibungslose Abwicklung des Meisterschaftsbetriebes! Von der Auslosung, die wir immer möglichst früh in etwa 50 bis 60 Stunden durchziehen, über die Servicierung der Vereine etwa in Sachen Ergebnisverarbeitung bis hin zur „Rufbereitschaft“ an den Wochenenden, weil doch immer wieder Fragen auftauchen oder Irrtümer aufzuklären sind. Erreichbar zu sein, ist für mich ein Zeichen der Wertschätzung für alle, die bereit sind, unseren Sport mit viel Leidenschaft zu leben – das ist heute nicht mehr selbstverständlich.  Wichtig: Diese Wertschätzung haben sich alle unsere Spielerinnen und Spieler verdient, egal in welcher Liga sie sich auch matchen mögen. 

 

3. Wie lautet Ihre Zwischenbilanz einer Saison nach einem langen Corona-Winter und der folgenden Öffnung für den Tennissport?

Zunächst ist durch die Hallensperre natürlich alles gestanden, und speziell im nördlichen Waldviertel war bedingt durch die Witterung monatelang ja auch kein Spielen im Freien möglich. Das hat vor allem die Kinder und Jugendlichen hart getroffen. Als dann im März die ersten Freiplätze bespielbar und zumindest fürs Einzel offen waren, herrschte zunächst große Euphorie. Diese wurde dann da und dort wieder gedämpft, als die Meisterschaft nur unter Einhaltung der 3-G-Regeln stattfinden durfte. Manche empfanden das als Rückschritt. Ich habe als erste Anlaufstelle für die Funktionäre und Funktionärinnen in vielen, vielen Gesprächen versucht herauszustreichen, dass 3-G eine Gleichstellung im Sport gebracht hat. Und unter anderem auch die Möglichkeit, das Bierchen „danach“ ganz legal und nicht verstohlen irgendwo hinterm Klubhaus genießen zu dürfen. Insgesamt bin sehr stolz darauf, wie geschlossen unsere Vereine und unsere Spielerinnen und Spieler die Maßnahmen mittlerweile mittragen.

 

4. Was fasziniert Sie speziell am Amateurtennis im Kreis?

Dass man, egal auf welchem Level, dabei sein kann, wie zwei Gegner in einem Dreisatz-Thriller in der Meisterschaft wirklich alles draußen auf dem Platz lassen und danach beide Teams in aller Freundschaft ausgiebig gemeinsam analysieren. Das macht für mich den besonderen Reiz der Mannschaftsmeisterschaft aus und stärkt dazu das Klubleben – letzteres auch, weil wohl alle Vereine die Einnahmen aus der Bewirtung gut brauchen können.   

 

5. Worauf sind Sie als Kreisobmann stolz?

Darauf, dass es uns gelungen ist, mit der Kreisliga-F, die mit nur vier Einzeln und zwei Doppeln ausgetragen wird, eine niederschwellige Einsteigerliga zu installieren, die schon vielen Lust auf mehr gemacht hat. Und auch, dass wir im Kreis Nord-West die U10-Begegnungen ungebrochen inklusive des Sportmotorik-Wettbewerbs durchführen. Meines Erachtens ein Muss, wenn man Kindern Tennis nicht nur als beinharten Einzelsport, sondern auch als Gemeinschaftserlebnis freudvoll vermitteln und so die Zukunft unserer Klubs sichern will.

 

Was steht noch auf Ihrer To-Do-List?

Ich möchte unbedingt die Jugendarbeit weiter intensivieren. Schon seit ein paar Jahren bieten wir speziell über den Winter kostenlos monatliche Sparrings für die besten Kids im Kreis an, aber das ist mir zu wenig. Am liebsten wären mir regelmäßige, am liebsten wöchentliche oder zumindest im Zweiwochen-Rhythmus stattfindende Kreistrainings für möglichst viele Talente.

 

Interview: Fritz Hutter

www.fritzhutter.com

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Fritz Hutter

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