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Verbands-Info

5-Satz-Partie mit Manfred Gruber

Früher selbstständiger Handelsagent steht der nunmehrige Pensionist und einstige Langzeit-Obmann des TC Volksbank Wieselburg nach einigen Jahren als „Vize“ nun seit Ende 2017 dem Kreis West als Obmann vor.

  1. Was war Ihre Motivation, das Amt des Kreisobmannes anzunehmen?

Nachdem ich im Kreis West jahrelang in verschiedenen Funktionen tätig und von 2005 weg unter mehreren Obleuten Stellvertreter war, wurde durch den Rücktritt meines Vorgängers die Postion des Kreisobmannes vakant. Und nachdem 2018 mein Pensionsantritt angestanden ist, wollte ich die gewonnene Freizeit meiner Leidenschaft fürs Tennis widmen. Der Wahlvorschlag ist angenommen worden und ich durfte mir mein Team selber zusammenstellen. Insbesondere möchte ich hier meinen Stellvertreter Sebastian Ressl nennen, der mich wirklich sehr tatkräftig unterstützt – auch beim Umsetzen von vielleicht eher unpopulären Maßnahmen.

 

2. Wie sehen Sie die Vereinsstruktur und was als Besonderheiten des Kreises?

Insgesamt haben wir 70 Vereine. Von großen Klubs, wie Amstetten oder Waidhofen an der Ybbs, die in der Bundesliga engagiert sind, bis hin zu Vereinen, die nur 20, 25 Mitglieder zählen, aber trotzdem ebenfalls Meisterschaft spielen. Man kann also sagen, dass die Tennislandschaft bei uns wirklich bunt gemischt ist.

Dazu ist es uns gelungen, ein Jugendleistungszentrum nach Amstetten zu bringen. Außerdem haben wir ein Leistungsprämiensystem installiert, aus dem die Topspielerinnen und -spieler bis zu 500 Euro Förderungen bekommen können –  für mich ein Alleinstellungsmerkmal in Niederösterreich. Zudem haben wir eine verpflichtende Nenngeld-Abgabe aller Vereine für die allgemeinen Damen- und Herren-Kreismeisterschaften eingeführt. Mit diesen Einnahmen stellen wir die benötigten Bälle zur Verfügung und schütten ein Preisgeld in den verschiedenen ITN-Stufen aus. Dadurch ist es für die besten Spielerinnen und Spieler des Kreises reizvoller, an diesem Event teilzunehmen bzw. Veranstalter zu finden.“

 

3. Welche Eigenschaften muss man Ihrer Meinung nach für die Ausübung Ihrer Funktion mitbringen?

In erster Linie muss man natürlich in gewisser Weise ein „Vereinsmeier“ sein, dazu Interesse an der Weiterentwicklung des Tennissports haben, und man darf sich nicht auch vor administrativ aufwendigen Arbeiten an Tabellen und Spielplänen abschrecken lassen. So sind bei uns zum Beispiel Jahr für Jahr etwa 1400 Meisterschaftsspiele einzuteilen. Ganz wichtig ist auch, dass man den Kontakt mit den Vereinen halten und pflegen will. Das sind für mich die Grundvoraussetzungen.

Im NÖTV gelte ich dort und da ein bisserl als Revoluzzer und unbequem, möchte aber betonen, dass ich die Zusammenarbeit mit unserer Präsidentin, dem Generalsekretär, der ja ursprünglich aus unserem Kreis stammt, sowie allen Vorstandsmitgliedern sehr schätze.

 

4. Wie ging und geht man im Kreis West mit dem Thema Corona um?

Speziell 2020 war aus meiner Sicht ein bitteres Jahr. Besonders die „freiwillige“ Meisterschaft habe ich persönlich doch kritisch gesehen. Grundsätzlich werden außerdem die Vereine, aber speziell die Hallenbetreiber, durch die sehr oft und kurzfristig anzupassenden Bestimmungen immer wieder vor große Herausforderungen gestellt. Insgesamt kann man aber wohl sagen, dass wir alles mitgetragen und das Beste aus der jeweiligen Situation gemacht haben. Hilft ja nix …

 

5. Wie zufrieden sind Sie speziell mit der Entwicklung im Nachwuchsbereich in Ihrem Kreis?

Sehr! Wir haben in den letzten Jahren gleich mehrere Spielerinnen und Spieler herausbringen können, die sowohl bei Landes- wie auch bei Staatsmeisterschaften in den verschiedensten Altersklassen für Erfolge und Titel sorgen. Stellvertretend möchte ich hier Benjamin Scharner, Chiara Semmelmeyer oder auch Gregor Hausberger nennen.

 

Was steht noch auf Ihrer To-Do-List, was wollen Sie unbedingt noch umsetzen?

Eben die Jugend noch intensiver fördern und unterstützen, weil sie ganz einfach die Basis und Zukunft für alle Vereine ist! Und außerdem möchte ich die Zusammenarbeit zwischen dem Kreis West und dem NÖTV noch weiter vertiefen und intensiver gestalten.

 

Interview: Fritz Hutter (www.fritzhutter.com)

 

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